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Emotion, Nähe und musikalische Exzellenz

Im Südthüringischen Kammerorchester kommen Musiker verschiedener Generationen und Erfahrungen zusammen. Sie musizieren nicht einfach miteinander, sie erwecken Musik gemeinsam zum Leben. Voller Vertrauen, gegenseitigen Respekts und Offenheit.

Interpretationen entstehen im Austausch, Entscheidungen werden im Ensemble getroffen und eigene Ideen bekommen Raum. So entsteht die unverkennbare musikalische Handschrift des Ensembles: ein Spiel voller Ausdruckskraft, spürbarer Verbundenheit und einer Lebendigkeit, die auch das Publikum mitreißt.

Das Südthüringische Kammerorchester mit Violinen, Celli und Kontrabass.

Ein Orchester.
Viele Persönlichkeiten.

Das Kammerorchester ist das Herzstück der Stiftung. Es bietet jungen Musikern die Möglichkeit, gemeinsam mit erfahrenen Solisten und Dozenten zu musizieren und wertvolle Konzerterfahrung zu sammeln. Gleichzeitig entstehen Konzertprogramme, die das Publikum mit musikalischer Qualität, Nähe und Spielfreude begeistern.

  • Wolfgang Fuchs

    Violine

    Wolfgang Fuchs

    Beethovens Violinkonzert weckte in mir den Wunsch, Geiger zu werden. Damals war ich elf.

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  • Adeline Ebert mit Violine

    Violine

    Adeline Ebert

    Wenn es zwischenmenschlich harmoniert, klingt auch die Musik besser. Davon bin ich überzeugt.

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  • Violoncello

    Martin Hess

    Mein erstes Cello bekam ich zu Weihnachten. Über ein Schlagzeug hätte ich mich damals allerdings auch gefreut.

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  • Alexander Becker mit Kontrabass

    Kontrabass

    Alexander Becker

    Ob Kontrabass oder Barockbass: Ich bin wahnsinnig gerne Orchestermusiker. Bei den tiefen Tönen bin ich in meinem Element.

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  • Frank Ilzig mit Viola

    Viola

    Frank Ilzig

    An der Bratsche liebe ich ihren warmen, dunklen und manchmal fast sehnsüchtigen Klang.

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  • Rebekka Dusdal mit Violine

    Violine

    Rebekka Dusdal

    Im Konzert liebe ich die Momente, wenn musikalisch etwas Neues geschieht und man ganz im Augenblick versinkt

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  • Viktoria Mendzhul mit Viola

    Viola

    Viktoria Mendzhul

    Die Mittelstimme ist mein Platz – zwischen Melodie, Harmonie und Rhythmus.

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  • Henri Kühnert mit Violine

    Violine

    Henri Kühnert

    Der Moment zwischen dem letzten Ton und dem ersten Applaus fasziniert mich.

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  • Marie Mrosek mit Violine

    Violine

    Marie Mrosek

    Mit drei wollte ich nur eins: Geige spielen, genau wie meine Schwester.

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  • Anna Mrosek mit Violine

    Violine

    Anna Mrosek

    An der Violine fasziniert mich ihre Nähe zur menschlichen Stimme.

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  • Johanna von Bleichert mit Violoncello

    Violoncello

    Johanna von Bleichert

    Als ich Bachs Cellosuiten hörte, dachte ich sofort: Die möchte ich auch spielen.

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Violine

Wolfgang Fuchs

Gründer und Vorstandsvorsitzender der Stiftung

Was mich an der Musik begeistert

Mich begeistert die Herausforderung, die Geige durch geduldige Arbeit wirklich zum Klingen zu bringen. Beim gemeinsamen Musizieren kommt es für mich darauf an, genau aufeinander zu hören und zusammenzuspielen. Besonders erfüllt mich der Moment, wenn alle musikalischen Hürden genommen sind und ein Werk zu leben beginnt.

Mit meiner Musik möchte ich dem Publikum neue musikalische Welten eröffnen und deutsche wie europäische Musikkultur vermitteln.

Mein musikalischer Weg

Mit elf Jahren hörte ich Beethovens Violinkonzert und fasste den Entschluss, Geiger zu werden. Mit 13 erlebte ich Wagners „Tannhäuser“ in der Leipziger Oper. Ein Jahr später kaufte ich mir von meinem Taschengeld meine erste Geige. Mit 14 Jahren erhielt ich meinen ersten Geigenunterricht an der Volksmusikschule Leipzig.

Anschließend besuchte ich ein Jahr lang die Kinderklasse der Hochschule für Musik Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig. Dort begann ich 1962 mein Hochschulstudium, das ich 1968 mit dem Staatsexamen abschloss. Ausgebildet wurde ich bei Prof. Schuster. Nach dem Studium folgten weitere Studien bei Prof. Garay und Prof. Suske.

Musikalische Highlights, an die ich gerne zurückdenke

  • Konzerte als stellvertretender 1. Konzertmeister der Thüringen Philharmonie Suhl in Madrid, Granada, Straßburg, Amsterdam, Lugano, Vilnius, Riga und Tallinn
  • Konzerte in Kiew und Breslau als Geiger im Großen Rundfunkorchester Leipzig
  • Konzerte im neuen Gewandhaus in Leipzig
  • Mein erstes Konzert auf der Wartburg im Jahr 1987
  • Beginn meiner 20-jährigen Zusammenarbeit mit dem Trompeter Herbert Benkert im Jahr 1983
  • Aufführung von Mozarts Oper „Così fan tutte“ in meinem zweiten Studienjahr an der Musikhochschule in Leipzig
  • Wolfgang Fuchs

Violine

Adeline Ebert

Konzertmeisterin

Was mich an der Musik begeistert

An der Geige fasziniert mich die Vielfalt ihrer Klangfarben und Ausdrucksmöglichkeiten – von tiefen, warmen bis zu hohen, strahlenden Tönen. Mit Vibrato und Bogen kann ich jeden einzelnen Ton gestalten.

Besonders schön finde ich, wie beim gemeinsamen Musizieren aus einzelnen Stimmen Harmonien entstehen. Ich bin überzeugt, dass sich ein gutes zwischenmenschliches Miteinander auch auf die Musik überträgt.

Mein musikalischer Weg

Mit fünf Jahren besuchte ich die musikalische Früherziehung an der Musikschule. Mein späterer Geigenlehrer spielte dort immer wieder auf der Violine und begeisterte uns Kinder für das Instrument. Im selben Alter hörte ich zum ersten Mal Bachs „Weihnachtsoratorium“. Ich saß im Konzert direkt vor den Geigern und war fasziniert. Mit sechs Jahren bekam ich meinen ersten Geigenunterricht.

Mit 14 Jahren kam ich an das Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar und blieb dort bis zum Abitur. Anschließend setzte ich meine Ausbildung an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar fort. Auf mein künstlerisches Diplom bei Prof. Andreas Lehmann folgte ein pädagogisches Diplom. Parallel dazu vertiefte ich mein Geigenspiel im Aufbaustudium bei Prof. Dr. Friedemann Eichhorn. Danach folgte eine Ausbildung an der Orchesterakademie der Staatskapelle Weimar mit anschließendem Zeitvertrag.

Musikalische Highlights, an die ich gerne zurückdenke

  • Mitwirkung mit anderen Musikstudenten in der Fernsehsendung „Wetten, dass …?“ mit Rolando Villazón
  • Einladung nach Locarno in der Schweiz zur musikalischen Begleitung eines Stummfilms
  • Regelmäßige Konzerte mit meinem Ehemann Michael Ebert in den Besetzungen Violine und Orgel oder Violine und Klavier
  • Konzerte im Ebert-Trio mit meinem Ehemann Michael Ebert und meiner Schwägerin Martina Ebert am Saxophon – von Salonmusik der 1920er-Jahre bis zu Jazz und Pop
  • Jährliches Konzert im Saal der Wartburg in Eisenach
  • Mitwirkung in einem Jugendorchester unter der Leitung von Kurt Masur
  • Mitwirkung im RIAS-Jugendorchester mit einem Konzert in der Philharmonie Berlin
  • Dreimal Preisträgerin beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“
  • Teilnahme an der Stuttgarter Sommerakademie unter der Leitung von Helmuth Rilling
  • Teilnahme an Meisterkursen bei Igor Ozim, Thomas Brandis, Thomas Zehetmair, Nora Chastain und Roman Nodel

Violoncello

Martin Hess

Was mich an der Musik begeistert

Am Cello fasziniert mich seine Vielseitigkeit. Im Ensemble übernimmt es meist die Bassstimme. Als Soloinstrument reicht sein Klang von tiefen bis in sehr hohe Lagen.

Besonders schön finde ich den Moment, wenn sich beim gemeinsamen Musizieren einzelne Stimmen zu einem Ganzen verbinden. Im Konzert mag ich Augenblicke, in denen die Gedanken einfach schweifen dürfen. Mit meiner Musik möchte ich Gefühle auslösen und Hören und Sehen zu einem Erlebnis verbinden.

Mein musikalischer Weg

Mit sieben Jahren begann ich, Cello zu spielen. Mein erstes Instrument bekam ich zu Weihnachten geschenkt – über ein Schlagzeug hätte ich mich damals allerdings auch gefreut.

Später studierte ich an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar bei Prof. Brunhard Böhme. Weitere wichtige musikalische Impulse erhielt ich von Veronika Wilhelm, Martin Ostertag und Michael Sanderling.

Musikalische Highlights, an die ich gerne zurückdenke

  • Orchesterkonzert unter der Leitung von Sir Colin Davis
  • Beethovens „Eroica“ in Kammerorchesterbesetzung
  • Dvořáks Streicherserenade auf der Wartburg
  • Johannespassion von J. S. Bach in der Ludwigsburger Stadtkirche
  • Konzert mit Streichquartetten von Haydn und Schubert
  • Die Basslinie in Wagners Liebesduett aus „Siegfried“
  • Abschlusskonzert meines Aufbaustudiums an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
  • Martin Hess mit Violoncello

Kontrabass

Alexander Becker

Was mich an der Musik begeistert

Ich bin wahnsinnig gerne Orchestermusiker – ob mit Kontrabass oder Barockbass. Für mich ist der Bass das Fundament der Musik. Schon als Jugendlicher hörte ich die Platten meiner Eltern rauf und runter, probierte Instrumente aus und übernahm beim mehrstimmigen Singen natürlich am liebsten die Bassstimme.

Seit ich meinen fünfsaitigen Orchesterbass gefunden habe, bin ich ganz in meinem Element. Ich möchte mithelfen, dass es cool wird – das ist nicht nur im Orchester mein Lebensmotto.

Mein musikalischer Weg

Mit neun Jahren begann ich, Viola da gamba zu spielen. Mit 15 kam der Kontrabass dazu. Er führte mich später an die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Dort studierte ich bei Prof. Horst-Dieter Wenkel und absolvierte mein Diplom und ein Aufbaustudium.

Später studierte ich zusätzlich Violone und Barockbass. Damit kehrte ich zur Alten Musik zurück, mit der mein musikalischer Weg begonnen hatte.

Musikalische Highlights, an die ich gerne zurückdenke

  • Aufführung von J. S. Bachs h-Moll-Messe am Barockbass im November 2025 an St. Stephan in Würzburg mit Kirchenmusikdirektor Christian Heidecker
  • Mitwirkung bei fast allen Konzerten des Südthüringischen Kammerorchesters seit 2009
  • Projekt mit dem Palästinensischen Jugendorchester in Jordanien im Sommer 2005
  • Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie, unter anderem bei der Südamerikatournee 2003 mit Konzerten im Teatro Colón in Buenos Aires
  • Kammerensemble-Konzerte an der Elisabethkirche in Langenhagen mit Kantor Arne Hallmann

Viola

Frank Ilzig

Was mich an der Musik begeistert

An der Bratsche fasziniert mich ihr warmer, dunkler und manchmal fast sehnsüchtiger Klang. Diese besondere Tonfarbe begeistert mich bis heute.

Beim gemeinsamen Musizieren erlebe ich immer wieder, wie sich die unterschiedlichen Instrumente verbinden und dabei etwas Neues entsteht. Wenn wir diese Musik im Konzert mit Leben füllen und spüren, dass sie das Publikum berührt, sind das für mich die schönsten Momente als Musiker.

Mein musikalischer Weg

Mit sieben Jahren begann ich, Geige zu spielen. Mit 15 kam das Klavier hinzu. Zur Bratsche fand ich durch Professoren der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Sie regten den Wechsel an und ermutigten mich, mich zur Aufnahmeprüfung anzumelden.

Weil ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Bratsche spielte, legte ich die Prüfung auf der Geige ab – und erspielte mir so meinen Studienplatz für Bratsche. In Weimar schloss ich mein Studium später als Diplom-Musiker und Diplom-Lehrer ab.

Musikalische Highlights, an die ich gerne zurückdenke

  • Abschlusskonzert der Bad Hersfelder Festspiele 2026 mit der Entertainerin Gayle Tufts und dem Dirigenten Christoph Wohlleben
  • Konzert mit dem schwedischen Posaunisten und Jazzmusiker Nils Landgren und der Jenaer Philharmonie im Rahmen der Kulturarena 2026 – Landgren hat unter anderem mit ABBA zusammengearbeitet
  • Konzerte mit Andrea Bocelli auf seiner Deutschlandtour 2023 mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach
  • „Star Wars in Concert“ 2023 mit den Hofer Symphonikern – ein Filmkonzert zu „Eine neue Hoffnung“
  • „Carmen“ von Georges Bizet bei den DomStufen-Festspielen 2018 in Erfurt mit dem Philharmonischen Orchester Erfurt
  • Sinfoniekonzert mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera und DJ Gabriel Prokofiev, dem Enkel von Sergej Prokofiev – mit Gabriel Prokofievs Werk „Konzert für Turntables und Orchester Nr. 2“
  • Frank Ilzig mit Viola

Violine

Rebekka Dusdal

Was mich an der Musik begeistert

Für mich kommt die Geige der menschlichen Stimme sehr nahe und bietet nahezu unendlich viele Ausdrucksmöglichkeiten. Beim gemeinsamen Musizieren liebe ich es, mit den anderen Stimmen zu einem Gesamtklang zu verschmelzen.

Besonders sind für mich die Momente, in denen musikalisch plötzlich etwas Neues entsteht. Man ist ganz im Augenblick und die Zeit scheint kurz stillzustehen.

Beim Publikum möchte ich Freude und Neugier wecken – auf bekannte und unbekannte Werke, auf Emotionen und auf die unmittelbare Begegnung mit den Musikern.

Mein musikalischer Weg

Als ich mit vier Jahren die Tochter meiner Kinderchorleiterin Geige spielen hörte, stand für mich fest: Ich wollte selbst Geige lernen. Der Anfang ließ auf sich warten, zumal wir zwischenzeitlich umzogen. Aber ich verlor meinen Wunsch nicht aus den Augen. Mit acht Jahren durfte ich endlich loslegen.

Ich studierte Violine an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. 2012 schloss ich als Diplom-Instrumentalpädagogin ab. 2014 folgte der Master of Music mit Schwerpunkt künstlerische und pädagogische Professionalisierung.

Musikalische Highlights, an die ich gerne zurückdenke

  • Dvořáks 9. Sinfonie mit dem LJSO Brandenburg – mein erstes Konzert in einem Sinfonieorchester
  • Bachs Doppelkonzert mit dem Südthüringischen Kammerorchester auf der Wartburg
  • Oper „Hänsel und Gretel“ mit dem Hochschulorchester Weimar
  • „Broadway im Handgepäck“ – ein kammermusikalisches Musical mit dem Duo Streich-Holz und Natalie Parsa
  • Schostakowitschs 7. Sinfonie im Konzerthaus Berlin
  • Wohnzimmerkonzert mit „Ironipation“, einer französischen Chansonband
  • Weihnachtsoratorium
  • Rebekka Dusdal mit Violine

Viola

Viktoria Mendzhul

Was mich an der Musik begeistert

Ich liebe die besondere Rolle der Bratsche im Ensemble. Ihre Stimme liegt zwischen Melodie und Basslinie. Sie verändert Harmonien und gibt rhythmische Impulse. Gerade das, was abseits der Melodie passiert, finde ich besonders spannend.

Beim gemeinsamen Spielen tausche ich mich mit meinen Kollegen über die Musik und unsere Körpersprache aus. Mit meiner Musik möchte ich die Fantasie anregen, Gefühle wecken und beim Publikum etwas in Bewegung bringen.

Mein musikalischer Weg

Mit acht Jahren begann ich, Geige zu spielen. Als ich 15 war, stellte mir meine Lehrerin die Bratsche vor. Ihr warmer, samtener Klang und ihre tiefen, melancholischen Töne faszinierten mich sofort. Ich wechselte zur Bratsche und widme mich seitdem ganz diesem Instrument.

Mein Bratschenstudium führte mich an die Nationale Musikakademie der Ukraine und an die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Dort schloss ich meinen Bachelor of Music ab. Anschließend setzte ich mein Studium an der Akademie der Musischen Künste in Prag (HAMU) fort.

Musikalische Highlights, an die ich gerne zurückdenke

  • Konzert mit dem Jugendsinfonieorchester der Ukraine im Konzerthaus Berlin
  • Kammermusik mit Freunden und anschließendem Austausch mit dem Publikum
  • Klassenabend im Forum Seebach in Weimar
  • Improvisationskonzert während des Meisterkurses in Tokaj
  • Konzert des Hochschulorchesters unter der Leitung von Prof. Nicolas Pasquet
  • Oper „Don Giovanni“ in Erfurt
  • Viktoria Mendzhul mit Viola

Violine

Henri Kühnert

Was mich an der Musik begeistert

An der Geige faszinieren mich ihr Klang, ihre Vielseitigkeit und die vielen Feinheiten des Spiels. Beim gemeinsamen Musizieren mag ich das Zusammenspiel der Stimmen: Mal erklingen sie im Einklang, mal setzen sie einander etwas entgegen. Mich begeistert, wie präzise wir dabei aufeinander eingehen können.

Besonders liebe ich den Moment zwischen dem letzten Ton eines Werkes und dem ersten Applaus. Diese kurze Stille ist jedes Mal anders – in ihrer Länge und ihrer Intensität. Mit meiner Musik möchte ich das Publikum in andere Zeiten und Welten entführen und unterschiedliche Gedanken und Gefühle wecken.

Mein musikalischer Weg

Mit vier Jahren sah ich einen alten Film über einen Geiger. Besonders die Haltung, mit der er sein Instrument spielte, beeindruckte mich. Mit sechs Jahren begann ich schließlich selbst, Geige zu spielen.

Später studierte ich Musikpädagogik mit dem Hauptfach Violine an der BTU Cottbus. Dort wurde ich von Prof. Bert Greiner und Prof. Kathinka Rebling unterrichtet und schloss mein Studium mit dem Diplom ab.

Musikalische Highlights, an die ich gerne zurückdenke

  • Konzerte als Solist mit Orchestern wie dem Philharmonischen Orchester Cottbus
  • Klaviertrio-Konzert vor historischer Kulisse auf der griechischen Insel Mykonos
  • Radio-Show mit Helge Schneider
  • MDR-Fernsehshow mit Olaf Schubert
  • Englandtournee mit der Rockband The Feminists
  • Konzerte mit dem Orchester der Gandhi Ashram School in Kalimpong in Indien
  • Konzerte auf der Wartburg mit dem Südthüringischen Kammerorchester
  • Henri Kühnert mit Violine

Violine

Marie Mrosek

Was mich an der Musik begeistert

An der Geige begeistert mich die Vielfalt ihrer Ausdrucksmöglichkeiten. Ebenso spannend finde ich die vielen Werke aus unterschiedlichen Epochen, die ich auf ihr spielen kann.

Beim gemeinsamen Musizieren genieße ich die Verbindung zu den anderen Musikern und die Freude, die wir miteinander teilen. Besonders fasziniert mich die Spannung vor einem Konzert und die Entspannung danach. Diese Begeisterung möchte ich auch an das Publikum weitergeben.

Mein musikalischer Weg

Meine Mutter ist Geigerin und auch meine Schwester begann früh mit dem Geigenspiel. Als ich sie spielen sah, wollte ich unbedingt selbst mitmachen. So begann ich schon mit drei Jahren, Geige zu spielen.

Von 2021 bis zu meinem Abschluss 2025 besuchte ich das Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar. Anschließend begann ich mein Bachelorstudium Violine bei Prof. Andreas Lehmann an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Ergänzend zu meiner Ausbildung nahm ich an Kammermusik- und Meisterkursen teil.

Musikalische Highlights, an die ich gerne zurückdenke

  • Teilnahme am NDR Jugendorchester Hamburg im Jahr 2026
  • Jugendmusikpreis der Holger Koppe-Stiftung mit dem Belvederer-Streichquartett im Jahr 2023
  • Kammermusikprojekt „Mit Musik – Miteinander“ an der Kronberg Academy im Jahr 2023
  • Kammermusikpreis des innerschulischen Wettbewerbs am Musikgymnasium Schloss Belvedere mit dem Belvederer-Streichquartett

Meisterkurse und Kammermusik

  • Kammermusikkurse für junge Instrumentalisten an der Musikakademie Schloss Weikersheim der Jeunesses Musicales Deutschland (JMD) von 2020 bis 2022
  • Meisterkurs bei Prof. Andreas Lehmann an der Landesmusikakademie in Sondershausen im Jahr 2021
  • Marie Mrosek mit Violine

Violine

Anna Mrosek

Was mich an der Musik begeistert

An der Geige fasziniert mich die Vielfalt ihrer Klangfarben. Für mich kommt ihr Klang der menschlichen Stimme sehr nahe. Das macht sie zu einem Instrument, mit dem sich besonders viel ausdrücken lässt.

Beim gemeinsamen Musizieren liebe ich es, Teil eines Ganzen zu sein und ein Werk miteinander zum Klingen zu bringen. Mit meiner Musik möchte ich Menschen berühren und meine Freude daran mit ihnen teilen.

Mein musikalischer Weg

Die Geige gehörte von Anfang an zu meinem Leben: Meine Mutter ist Geigerin und so war mir das Instrument schon früh vertraut. Mit vier Jahren begann ich selbst, Geige zu spielen. Zwei Jahre später kam das Klavier hinzu.

Nach dem Geigenunterricht bei Emir Imerov begann ich 2023 mein Bachelorstudium Violine bei Prof. Julia Schröder an der Musikhochschule Freiburg. Zum Sommersemester 2025 wechselte ich zu Prof. Andreas Lehmann an die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.

Ergänzend zu meinem Unterricht und Studium besuchte ich verschiedene Meisterkurse und Kammermusikkurse. Von 2019 an erhielt ich viermal in Folge ein Stipendium für die S-Klasse an der Musikschule Mönchengladbach.

Musikalische Highlights, an die ich gerne zurückdenke

  • Auftritt als Solistin mit dem Opus 125 Orchester im Jahr 2026
  • Mitwirkung bei einem Projekt der Jungen Deutschen Philharmonie im Jahr 2023
  • Mitwirkung im Jugendsinfonieorchester der Tonhalle Düsseldorf

Meisterkurse und Kammermusik

  • Meisterkurse bei Prof. Erik Schumann in den Jahren 2024 und 2025
  • Meisterkurs bei Prof. Andreas Lehmann im Jahr 2024
  • Meisterkurse bei Prof. Sophia Jaffé beim Festival Allegro Vivo in den Jahren 2023 und 2024
  • Meisterkurs bei Prof. Tobias Feldmann im Jahr 2023
  • Meisterkurs bei Prof. Ingolf Turban im Jahr 2022
  • Teilnahme an den Internationalen Musiktagen Bad Leonfelden, am Kammermusikkurs für junge Instrumentalisten in Weikersheim und an der Notos Chamber Music Academy im Jahr 2021
  • Kammermusikkurs für junge Instrumentalisten in Weikersheim mit dem Notos Quartett im Jahr 2020
  • Anna Mrosek mit Violine

Violoncello

Johanna von Bleichert

Was mich an der Musik begeistert

Ich liebe am Violoncello, dass es mit seinen tiefen Tönen ein Ensemble tragen und zugleich mit seiner gesanglichen Stimme die Melodie übernehmen kann. Beim gemeinsamen Musizieren bedeutet es mir viel, ganz im Moment zu sein und mich auf die anderen einzulassen.

Besonders intensiv empfinde ich die Stille unmittelbar vor dem ersten Ton und den Moment nach dem letzten, wenn die körperliche Energie des Musizierens noch spürbar ist.

Beim Publikum fasziniert mich die Kraft des Zuhörens: Je tiefer wir gemeinsam in die Musik eintauchen, desto stärker kann sie auch zu einer Begegnung mit uns selbst werden.

Mein musikalischer Weg

Ich bin in einer musikalischen Familie aufgewachsen und habe früh den warmen, vollen Klang des Cellos lieben gelernt. Besonders prägend war für mich die Begegnung mit den Cellosuiten von Johann Sebastian Bach. Mein Gedanke war sofort: „Die möchte ich auch spielen.“ Mit sieben Jahren begann ich mit dem Cellospiel.

An der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar studierte ich Barockvioloncello bei Prof. Olaf Reimers sowie modernes Violoncello. Ein Auslandssemester führte mich an das Musikkonservatorium in Tromsø zu Prof. Audun Sandvik.

Musikalische Highlights, an die ich gerne zurückdenke

  • Konzert für zwei Violoncelli in g-Moll, PV 411, von Antonio Vivaldi – als Jugendliche gemeinsam mit meinem Kindergartenfreund gespielt
  • Streichquartett-Konzert mit Studierenden des „Musikkonservatoriet“ in der „Domkirke“ in Tromsø
  • Soloprogramm mit Alter und Neuer Musik sowie Lyrik in Norwegen und Weimar
  • Solocello in „Verleih’ uns Frieden“, WoO 5, von Felix Mendelssohn Bartholdy
  • Johanna von Bleichert mit Violoncello

Musik, die zu den Menschen kommt

Das Südthüringische Kammerorchester ist nicht an einen festen Konzertsaal gebunden. Es reist dorthin, wo es engagiert wird – in Schlösser und Kirchen, zu Kulturveranstaltungen, in Unternehmen oder zu jungen Zuhörern.

So unterschiedlich die Orte, so vielseitig ist das Repertoire. Werke von Bach, Händel, Vivaldi, Mozart oder Beethoven gehören ebenso dazu wie Musik von Grieg, Dvořák und Komponisten, die seltener auf Konzertprogrammen stehen. Je nach Anlass entstehen daraus Programme, die zum Raum, zum Publikum und zur Atmosphäre passen.

Mal klassisch und festlich, mal überraschend und ungewohnt. Wenn Musik, Raum und Atmosphäre aufeinander treffen, entsteht jene besondere Nähe, die aus einem Konzert einen unvergesslichen Abend macht.

Klassik kann viele Bühnen haben. Auch Ihre.

Ein festliches Konzert im Schloss. Kammermusik in einer Kirche. Die erste Begegnung mit Instrumenten im Kindergarten. Musik als Teil eines Unternehmensabends – oder ein Programm, das bewusst aus dem gewohnten Rahmen fällt.

Das Südthüringische Kammerorchester spielt in unterschiedlichen Formaten und für unterschiedliche Anlässe:

Eine Geigerin mit Violine in einem hellen Saal mit hohen Fenstern.

Musik für Ihren Anlass

Konzertmomente

Ob Konzertsaal, Kirche oder Schloss – unsere Galerie zeigt besondere Momente aus dem musikalischen Leben des Südthüringischen Kammerorchesters.

  • Konzert in der Stadtkirche
    Schmalkalden

    Fotografien Axel Bauer

    • Das Kammerorchester spielt in einer Kirche vor Publikum.
    • Das Kammerorchester im Altarraum der Stadtkirche Schmalkalden.
    • Das Orchester mit Cembalo im Altarraum der Stadtkirche.
    • Ein Cellist im Konzert in der Stadtkirche.
    • Ein Kontrabassist im Konzert in der Stadtkirche.
  • Klassiknacht auf dem Schloß
    Wilhelmsburg Schmalkalden

    Fotografien Axel Bauer

    • Das Kammerorchester spielt in einem Saal mit Kronleuchtern vor Publikum.
    • Ein Kontrabassist bei einem Konzert in einem historischen Saal.
    • Das Orchester spielt vor Publikum auf Schloss Wilhelmsburg.
    • Eine Musikerin vor Publikum in einem Saal von Schloss Wilhelmsburg.
  • Konzert auf der Wartburg
    Eisenach

    Fotografien Axel Bauer

    • Das Kammerorchester im Festsaal der Wartburg.
    • Streicher an roten Notenpulten im Konzert auf der Wartburg.
    • Das Orchester vor Publikum im Festsaal der Wartburg.
    • Zwei Geiger im Konzert auf der Wartburg.
    • Das Orchester mit Cembalo vor Publikum im Festsaal.
    • Eine Geigerin im Konzert auf der Wartburg.
    • Das Orchester mit Truhenorgel und Cembalo im Festsaal der Wartburg.
    • Eine Cellistin, dahinter Cembalo und Kontrabass.
    • Ein Kontrabassist und eine Cellistin im Konzert auf der Wartburg.

Meinungen

  • Träger des Thüringer Stiftungspreises

    von Sascha Zmiskol

    Sehr geehrter Herr Fuchs, ich freue mich sehr darüber, dass Ihre Stiftung den Thüringer Stiftungspreis 2013 erhalten hat. Gestatten …

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  • Kultur braucht Menschen

    von Ina Weisheit

    Musik verbindet Menschen, schafft emotionale Erlebnisse und bereichert unser kulturelles Leben. Sie ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft und verdient es, gefördert, bewahrt und für möglichst viele Menschen zugänglich gemacht zu werden …

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  • Eine Vision wird wahr

    von Dr. Wolfgang Weihrauch

    Ich durfte gestern auf der Wartburg, zusammen mit einem großen ausverkauften Saal voller Gleichgesinnter erleben, wie die Vision eines jungen, alten Mannes begann, Wirklichkeit zu werden. …

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Träger des Thüringer Stiftungspreises

von Sascha Zmiskol

Sehr geehrter Herr Fuchs,

ich freue mich sehr darüber, dass Ihre Stiftung den Thüringer Stiftungspreis 2013 erhalten hat. Gestatten Sie mir, auch im Namen der Mitarbeiter der Rennsteig Werkzeuge GmbH, Ihnen und Ihren Mitstreitern recht herzlich zu dieser Auszeichnung zu gratulieren.

Das ist eine hohe Auszeichnung und Anerkennung Ihres herausragenden sowie dauerhaften Engagements und der Qualität Ihrer geleisteten Arbeit, die wir kontinuierlich verfolgen. Das Kammerorchester ist eine große kulturelle Bereicherung, an deren Konzerten wir stets gerne teilnehmen.

Ich teile voll und ganz die Meinung der Jury, dass die Stiftung Südthüringisches Kammerorchester einen hohen gesellschaftlichen Mehrwert für Thüringen schafft.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Stiftung auch weiterhin eine positive Entwicklung sowie zahlreiche schöne und gut besuchte Konzerte.

Mit freundlichen Grüssen

Rennsteig Werkzeuge GmbH

Sascha Zmiskol (Geschäftsführer von Rennsteig Werkzeuge GmbH)

Kultur braucht Menschen

von Ina Weisheit

Musik verbindet Menschen, schafft emotionale Erlebnisse und bereichert unser kulturelles Leben. Sie ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft und verdient es, gefördert, bewahrt und für möglichst viele Menschen zugänglich gemacht zu werden.

Meine Motivation, mich ehrenamtlich für die Stiftung Südthüringisches Kammerorchester zu engagieren, liegt in dem Wunsch, einen persönlichen Beitrag zur Förderung von Kunst und Kultur in unserer Region zu leisten.

Ich möchte dazu beitragen, musikalische Traditionen zu erhalten, junge Menschen für klassische Musik zu begeistern und die kulturelle Vielfalt Südthüringens nachhaltig zu stärken.

Ehrenamtliches Engagement bedeutet für mich, Verantwortung zu übernehmen, eigene Fähigkeiten und Erfahrungen einzubringen und gemeinsam mit anderen etwas Wertvolles zu bewirken. Gerade eine Stiftung bietet die Möglichkeit, kulturelle Arbeit langfristig zu unterstützen und Perspektiven für kommende Generationen zu schaffen.

Ich sehe meine Mitarbeit als Chance, nicht nur die Arbeit des Kammerorchesters zu unterstützen, sondern auch das kulturelle Miteinander in unserer Region aktiv mitzugestalten.

Es ist mir ein Anliegen, dass Musik Menschen unabhängig von Alter und Herkunft erreicht und auch in Zukunft einen festen Platz in unserem gesellschaftlichen Leben hat.

Mein Engagement ist Ausdruck meiner Überzeugung, dass Kultur keine Selbstverständlichkeit ist, sondern Menschen braucht, die sich für ihren Erhalt und ihre Weiterentwicklung einsetzen.

 

Ina Weisheit, Stellvertreterin des Stiftungsvorstandes

Eine Vision wird wahr

von Dr. Wolfgang Weihrauch

Ich durfte gestern auf der Wartburg, zusammen mit einem großen ausverkauften Saal voller Gleichgesinnter erleben, wie die Vision eines jungen, alten Mannes begann, Wirklichkeit zu werden.

Ein ehemals bei der Suhler Philharmonie angestellt tätiger Musiker, um nicht zu sagen, ein Musikant im besten Sinne, nach der Wende „abgewickelt“, sagte sich mit um die Fünfzig, „Das kann’s doch nicht gewesen sein!“
Ich durfte an seinen Gedanken und Ideen und an seiner unerbittlichen Hartnäckigkeit auf einem schier aussichtslos erscheinenden Wege zur Selbständigkeit über die Jahre in persönlichem Gespräch und in seinen Konzerten teilhaben.

Ich konnte über diese Jahre größter Mühe staunen und erleben, wie eine Vision Partner und Freunde fand in allen Bereichen der thüringischen und fränkischen Gesellschaft. Wolfgang Fuchs treibt der Traum, ein Kammerorchester mit jungen leistungsstarken Musikern aufzubauen, welches wirtschaftlich dereinst auf eigenen Beinen steht.

Eine Stiftung als Träger eines solchen Klangkörpers war seine in der Musikerzunft noch unübliche Idee. Fehlschläge und die Häme der Besserwissenden fochten ihn nicht an.

Eine geduldige Ehefrau „hielt ihm den Rücken frei“ und lieferte nicht zusätzliche Beschwernis. Sie verstand seine Vision. Sie ist Partnerin derselben.

Wolfgang Fuchs, aktiver Geiger, umtriebiger Impresario, Ideengeber und Bittsteller, Marketingchef, Freund und Unternehmer weiß, wie man es macht, wie man Hilfe holt, ja, auch wie man „gegenfinanziert“, wie man sich „zum Affen macht“, für eine Idee. Er organisiert alles, bis hin zum Bus von „Gröschel“.

Gestern nun, auf der Wartburg, vor schon seit Wochen ausverkauftem Hause erlebten wir alle einen Genuß der Kunst junger engagierter Streicher in ihrer ganz individuellen Interpretation ausgewählter Werke von Bach, Mozart und Boccherini.

Es waren Musikanten vom Feinsten.

Sie spielten aus vollem Herzen, als hinge ihr Leben davon ab. Eine junge Solistin wusste, mit ihrem Spiel besonders zu begeistern. Und allen Zuhörern stand die helle Freude ins Gesicht geschrieben. Sie dankten es mit lang anhaltendem Beifall. Das nächste Wartburgkonzert erscheint mir so bereits heute ausverkauft.

Der Chef, Wolfgang Fuchs, hat gestern erstmalig auf die eigene aktive Mitwirkung als Geiger verzichtet. Er zog die Fäden im Hintergrund. Er vertraute einer Gemeinschaft ausgewählter heranwachsender Virtuosen aus der Kultur- und Bildungslandschaft Mitteldeutschlands. Er wurde nicht enttäuscht.

Wolfgang Fuchs wurde für seine nie versiegende Mühe und Zielstrebigkeit beim Aufbau eines soliden und künstlerisch herausragenden Kammerorchesters belohnt. Die musikalische und emotionale Qualität aller Mitwirkenden war außergewöhnlich. Man erlebte die Freude an erstklassigem Spiel aus erster Hand.

Vision, Stehvermögen und das besondere Gespür des Unermüdlichen für junge Klassik-Interpreten schufen einen Klangkörper, der konzeptionell rund um einen festen Kern einiger bewährter Streicherinnen und Streicher auf die Variabilität und Begeisterung junger leistungsstarker Künstler vertraut. Mag es auch hier und da vereinzelt noch des erfahrenen Ohres und des strengen aber allzeit fördernden Rates des „Alten“ bedürfen.

Hier entsteht ein Klangkörper, der Zukunft hat!

Das sachverständige Publikum versteht ein solches wagemutiges Vorhaben und begleitet es schon seit Jahren mit fördernder Hand.
Diese Musiker erhalten unter der Führung eines Wolfgang Fuchs die Gelegenheit, Ihr hohes Leistungspotential im Wettbewerb zu entwickeln und zur Freude eines verständigen Publikums mit wachsendem Erfolg zu Gehör zu bringen. Sie danken so auch der unermüdlichen Spendenbereitschaft aller.
Die Freude der Musiker an ihrem Tun, an ihrem Erfolg war nicht zu verkennen.
Der Festsaal der Wartburg und der anhaltende Beifall der Zuhörer gaben den würdigen Rahmen.
Ich darf mich für dieses außergewöhnliche Erlebnis ganz herzlich bedanken.

Dr. Wolfgang Weihrauch